ABPD Geiger nutzt elektronischen Lieferschein

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Mittwoch, 09. März 2022

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100 Kubikmeter Beton, 0 Gramm Papier

Die Geiger Unternehmensgruppe hat in Zusammenarbeit mit Opheo Solutions bei ihrer Tochtergesellschaft Allgäuer Betonpumpendienst den elektronischen Lieferschein eingeführt und damit bei den Kunden offene Türen eingerannt. Das Pilotprojekt ist ein weiterer Meilenstein der Digitalisierung und soll auf andere Firmen der Geiger Unternehmensgruppe ausgeweitet werden.

Das Beliefern von Baustellen erfordert eine präzise Logistik. Das gilt besonders für frischen Transportbeton, der innerhalb weniger Minuten nach Anlieferung eingebaut werden muss. Bei Ankunft der Fahrmischer sollte die Autobetonpumpe in der Regel schon bereitstehen, um eine normgerechte Qualität zu gewährleisten.

Planen per Gantt-Diagramm

Die zuverlässige, transparente und exakte Termin- und Einsatzplanung zählt deshalb zu den Kernkompetenzen des Allgäuer Betonpumpendienstes. Die Tochter der Geiger Unternehmensgruppe betreibt einen Fuhrpark mit fünf Autobetonpumpen, die von Matthias Schramm seit 2016 disponiert werden. Dabei wird der gelernte Speditionskaufmann seit 2017 von der Transportmanagement- und Dispositionssoftware OPHEO unterstützt. Die Einführung der Lösung hatte er eng begleitet. „OPHEO zeigt mir auf einem übersichtlichen Gantt-Diagramm den Status aller geplanten Aufträge, die Standorte aller Betonpumpen und ob wir uns im Zeitplan befinden“, erklärt Schramm, der neben der Disposition auch noch Vertriebs- und Verwaltungsarbeiten übernimmt.

Die Fahrzeuge sind mit Tablets ausgestattet, auf denen die Telematik-App OPHEO MOBILE installiert ist. Diese Anwendung spielt in der Gesamtlösung eine zentrale Rolle. Die Fahrer erhalten via OPHEO die Baustellen-Adressen und können sich mit Hilfe der integrierten Truck-Navigation zum Kunden leiten lassen. Jeder erreichte Auftragsstatus wird dokumentiert und ebenso wie die aktuellen Positionsdaten an die Zentrale übermittelt.

OPHEO als Datendrehscheibe

Die Einführung von OPHEO galt innerhalb der Geigergruppe als Pilotprojekt, welches nach erfolgreicher Umsetzung ausgeweitet wurde. Seit 2018 werden auch die rund 25 eigenen Fahrmischer mit der in der Baubranche weit verbreiteten Lösung disponiert, wobei die Einteilung der LKW automatisch per Knopfdruck erfolgt. Bei Geiger fungiert OPHEO seitdem als Datendrehscheibe, die das reibungslose Kommunizieren mit den übrigen IT-Systemen gewährleistet – darunter die Kundenadressverwaltung, ein Laborprogramm zur Qualitätssicherung und die Steuerungs-Software der einzelnen Betonmischwerke. Erfasst werden alle Aufträge zunächst in OPHEO.
2019 folgte eine Schnittstelle, mit der die Aufträge aus den Betonwerken direkt an den Allgäuer Betonpumpendienst übertragen werden. „Die Schnittstelle war ein wichtiger Schritt im Rahmen der Digitalisierungs-Strategie in der Geiger Unternehmensgruppe. Dadurch sparen wir uns die Auftragserfassung für alle internen Aufträge, mit denen wir rund 50 Prozent unserer Erlöse erwirtschaften“, hebt Schramm hervor.

Unterschrift auf dem Display

Mit der Umstellung auf den elektronischen Lieferschein startete im Oktober 2020 das vorerst letzte Digitalisierungsprojekt, das im August 2021 abgeschlossen werden konnte. „Seit September unterschreiben die Kunden auf den Baustellen nur noch auf dem Display der Tablets“, berichtet Schramm, der auch bei diesem Evolutionsschritt als Teilprojektleiter fungierte. Statt eines Lieferscheins wird auf Wunsch lediglich eine kleine Quittung ausgehändigt, die der Fahrer vor Ort mit einem mobilen Bon-Drucker erstellt.
Zuvor aktualisieren die Fahrer der Autobetonpumpen die vorläufigen Auftragsdaten mit den Ist-Werten für Schlauchlänge, Standzeit und Pumpvolumen. Außerdem werden zusätzlich erbrachte Dienstleistungen, Wartezeiten oder vergebliche Kundenanfahrten notiert, wobei auch hier die OPHEO-App Schritt für Schritt durch den Prozess führt.

Schneller und transparenter

„Der quittierte Lieferschein mit den aktualisierten Daten steht uns unmittelbar nach dem Unterschreiben auf der Baustelle in OPHEO zur Verfügung und kann sofort abgerechnet werden“, erklärt Schramm, der die eingehenden Dokumente prüft und freigibt. Dieser Zwischenschritt soll mittelfristig entfallen und dient derzeit noch zur Qualitätssicherung, bis alle Autobetonpumpen-Fahrer über die notwendige Routine mit dem neuen System verfügen. Nach der Freigabe wird der Lieferschein mit Unterschrift als PDF-Datei an die in den Stammdaten hinterlegten E-Mail-Empfänger geschickt. „Unsere Kunden profitieren von einer schnelleren und transparenteren Abwicklung und die Fahrer sind vom Papierkram befreit“, fasst Schramm zusammen.

Die Umstellung auf den digitalen Prozess zum 1. September 2021 verlief völlig problemlos und zeitgleich für alle fünf Autobetonpumpen. „Wir wurden zu jeder Zeit des Projekts optimal von Opheo Solutions unterstützt und fühlten uns während der Umstellung sehr sicher“, erinnert sich Schramm. Zur Vorbereitung hatte er bereits seit Juni 2021 vereinzelte Tests mit digitalen Lieferscheinen durchgeführt. Die Fahrer wurden in rund 30-minütigen Terminen persönlich geschult. Als zusätzliche Absicherung werden weiterhin Lieferschein-Formulare aus Papier mitgeführt, um „im Notfall auch mal handschriftlich arbeiten zu können“, so Schramm. Dieser Fall sei jedoch aufgrund der reibungslos laufenden Prozesse noch nie eingetreten.

Transportbetonwerke sollen folgen

Fazit: Die Einführung des digitalen Lieferscheins beim Allgäuer Betonpumpendienst hat die gesamte Auftragsabwicklung beschleunigt, die Fahrer entlastet, die Transparenz gegenüber den Kunden erhöht und die Datenqualität weiter verbessert. Kein Wunder, dass im nächsten Schritt auch die drei Transportbetonwerke der Geiger Beton GmbH & Co. KG auf die elektronische Alternative umgestellt werden sollen.

Hintergrund: Allgäuer Betonpumpendienst GmbH & Co. KG
Der Allgäuer Betonpumpendienst mit Sitz in Oberstdorf ist ein Dienstleister für Transportbetonwerke. Das Unternehmen gehört zur Geiger Unternehmensgruppe und zählt zu den größten Pumpendiensten im südbayerischen Raum. Die fünf verfügbaren Autobetonpumpen decken ein breites Spektrum mit Mastgrößen von 28 bis 47 Metern ab. Mit den Maschinen wird auf den Baustellen frisch angelieferter Beton über eine Rohrleitung direkt zum Einsatzort gefördert, wobei die Qualität des Betons erhalten bleibt. Weitere Infos unter www.abpd.de.

Die familiengeführte Geiger Unternehmensgruppe hat ihren Sitz ebenfalls in Oberstdorf. Mit über 3.000 Mitarbeitern und rund 50 Standorten im deutschen und europäischen Raum liefert, baut, saniert und entsorgt sie für Kunden aus den Bereichen Infrastruktur, Immobilien und Umwelt. Seit ihrer Firmengründung im Jahr 1923 hat sich die Geiger Unternehmensgruppe zu einem vielseitigen Firmenverbund mit mehr als einem Dutzend Geschäftsfeldern entwickelt. Um die daraus entstehenden Synergiepotenziale in optimaler Weise ausschöpfen zu können und dadurch langfristige Markterfolge zu erzielen, arbeiten die einzelnen Einheiten vielfach bereichsübergreifend zusammen. Weitere Infos unter www.geigergruppe.de.

Best Practice – Einführung des elektronischen Lieferscheins

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