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ETA

Montag, 14. Februar 2022

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Effiziente Kommissionierung durch präzise ETA-Daten und transparente Prozesse

Betreibt ein Unternehmen ein eigenes Lager oder tritt gar als Versender von Waren auf, gibt es neben der Disposition, die die Waren in Aufträge und Touren verplanen muss, noch eine weitere wichtige Fachabteilung, die involviert ist, bevor der eigentliche Transport der Güter stattfinden kann: Die Mitarbeiter in Lager und Kommissionierung sind dafür verantwortlich, die Ware für den Transport optimal bereitzustellen.

Noch bevor auch nur eine Palette oder Transportkiste den eigenen Hof verlassen hat, kann es allerdings schon zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen im Ablauf kommen, die die anstehende Transportplanung bereits massiv beeinflussen. Alle Unternehmen eint daher das starke Interesse, die – meist knappen – Ressourcen bestmöglich einzusetzen, um Verzögerungen im Lager und der Kommissionierung zu vermeiden. Grundsätzlich gilt:

Die Ware muss rechtzeitig bereitgestellt werden, damit eintreffende LKW ohne Verzögerung beladen werden können. Idealerweise geschieht dies just-in-time bzw. pünktlich. Und nicht unnötig vorzeitig, um Ressourcen, Arbeitszeit sowie den notwendigen Platz an den Verladestellen nicht unnötig binden zu müssen oder zu belegen.

Flexibel einsetzbare Ressourcen planbarer machen

Um eine rechtzeitige Bereitstellung in der täglichen Praxis zu gewährleisten, bedarf es allerdings optimal planbarer und flexibler Arbeitszeiten. Die exakte Planung von Pausen- und Arbeitszeiten der Mitarbeiter in Lager und Kommissionierung ist hierbei essenziell. So können etwa Pausen in ruhigere Phasen gelegt werden, während beim Eintreffen vieler LKW möglichst viele Mitarbeiter bereitstehen und unterstützen. Nicht zwangsläufig muss die Planung immer direkt über einen Abteilungs-, Lager- oder Schichtleiter erfolgen: Grundsätzlich wäre es erstrebenswert, dass die betroffenen Mitarbeiter selbst in die Lage versetzt werden, ihre Arbeitszeit eigenverantwortlich zu planen.

Eine Umsetzung dieser exakten Planung von Ressourcen ist allerdings nur unter der Bedingung möglich, dass allen Mitarbeitern im Lager die realistischen Ankunftszeiten aller eintreffenden LKW bekannt sind. Diese Informationen liegen im täglichen Betriebsablauf – wenn überhaupt – oftmals nur in der Disposition selbst vor. Dort werden nicht nur die initialen Tourenpläne erstellt.  Hier gehen auch die Rückmeldungen der Fahrer aus dem Tagesgeschäft ein. Die dann wiederum zeitlichen Auswirkungen auf die weiteren Tourenverläufe im Tagesverlauf haben und auch die Planung und Arbeit im Lager beeinflussen.

Intelligente Software für exakte ETA-Daten

Nur wenige Transportmanagementsysteme können heutzutage bereits sehr gute ETAs – erwartete Ankunftszeiten der LKW – für den eigenen Standort berechnen. Gerade die aufgrund von Störungen im Tourenverlauf fortlaufend notwendigen Aktualisierungen stellen viele Anbieter vor Probleme. Abhilfe schaffen können hier intelligente Softwarelösungen, die direkt und stetig mit Telematik-Daten aus den LKW gefüttert werden. Und die zudem mit mathematisch gestützten Prognoseverfahren arbeiten, um alle relevanten Datenströme aus Routing, Verkehrsinformationen oder gar Wettereinflüssen mit in die Berechnungen einfließen zu lassen – und dann vollautomatisiert präzise ETAs bereitstellen.

Wenn solch ein System, das die Ankunftszeiten der eigenen LKW an verschiedenen Standorten in der Disposition berücksichtigt, bereits im Einsatz ist, warum dann nicht auch diese Informationen mehrwertstiftend bei der Kommissionierung und im Lager nutzen? Und wie genau kann gewährleistet werden, dass diese Informationen ins Lager gelangen? Während eine Zusammenarbeit zwischen der Disposition und dem Lager in Hinblick auf die Geschäftsprozesse mehr als wünschenswert ist, müssen zusätzliche Störungen in der ohnehin häufig hektischen Disposition vermieden werden. Ständige Nachfragen und häufige Abstimmungen zwischen den beiden Abteilungen sind also auf ein Minimum zu reduzieren.

Idealerweise nutzen Unternehmen zu diesem Zwecke einen dedizierten Ankunftsmonitor (auch ETA-Monitor genannt). Eine entsprechende Lösung muss einerseits simpel aufgebaut und leicht verständlich sein und sollte andererseits exakt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter im Lager zugeschnitten sein. Disponenten sind es gewöhnt, den Großteil ihrer Arbeit am PC zu leisten, meist sogar mit mehreren parallel laufenden Monitoren. Im Lager ist die Arbeit in der Regel deutlich physischer geprägt. Relevante Informationen müssen daher möglichst deutlich dargestellt und jederzeit präsent sein. Oft kann hier schon ein großer Bildschirm an zentraler Position mit der Darstellung essenzieller Informationen für den jeweiligen Bereich hilfreich sein. Je nach Lagergröße können aber auch mehrere Monitore an unterschiedlichen Stellen im Einsatz hilfreich sein, insbesondere wenn mehrere Rampen parallel genutzt werden.

Die Einführung eines Ankunftsmonitors schafft für alle Teilbereiche im Unternehmen Mehrwerte.

Direkter Mehrwert für alle Beteiligten

Egal, ob für den Lageristen oder den Fahrer – die Einführung eines Ankunftsmonitors im Lager schafft für alle Beteiligten Mehrwerte. Lagermitarbeiter sind vollumfänglich über anstehende LKW-Ankünfte informiert und optimieren dadurch weitere Abläufe, Zeiten und die zu „bewirtschaftenden“ Flächen im Lager. Und nicht zuletzt der Fahrer, der sich über pünktliche Beladungen und Abfahrten freut. Und damit stressfreier die nächste Tour beginnt. Kurzum: Neben dem offensichtlichen betriebswirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen, indem Flächen verfügbar und Zeiten planbarer werden, sticht auch der persönliche Nutzen für die Mitarbeiter hervor: Sie fühlen sich stets gut informiert, arbeiten effizienter und sind motivierter. Wie Unternehmen noch von präzisen ETA-Daten im Lager profitieren, zeigt der folgende Anwenderbericht.

Quelle: eigene Grafik

Fazit

Heutzutage nutzen immer mehr Unternehmen digitale Lösungen zur Disposition und Lokalisierung ihrer Fahrzeuge. Um die Mehrwerte dieser Lösungen auch in anderen Abteilungen nutzbar zu machen, ist meist nur ein kleiner Schritt mit geringen Investitionen notwendig, der dann wiederum sehr positive Auswirkungen auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen und die Mitarbeiter hat.

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