Experten-Blog

Telematik
Kostenmanagement

Montag, 26. April 2021

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit unserem Blog-Abo!

Neueste Experten-Blogs

3 Faktoren, die Sie beachten sollten, um Ihre Fuhrpark­kosten in den Griff zu bekommen

Gastbeitrag von Wolfgang Schmid, Sales Director D/A/CH, Webfleet Solutions

Die Minimierung von Betriebskosten ist für alle Unternehmen, die Lastkraftwagen für den Transport von Waren nutzen, mit das entscheidende Kriterium für einen kaufmännischen Erfolg in der Logistik. Doch nicht jeder Transportlogistiker weiß, wie man diesen Kostenfaktoren sinnvoll entgegentreten kann. In einer Umfrage, die wir als Webfleet Solutions vor kurzem durchgeführt haben, gaben die befragten Fuhrparkmanager an, dass sie insbesondere bei der Frage der Reduzierung von Kraftstoffkosten auf unterstützende Expertise und Daten angewiesen sind.1 Aber auch steigende Reparatur- und Wartungskosten können das Betriebsergebnis und die Rentabilität negativ beeinflussen. Die folgenden Faktoren sollten Sie daher immer im Blick behalten, damit Ihre Transportlogistik kosteneffizienter wird und erfolgreich bleibt.

Kraftstoffverbrauch und Fahrverhalten optimieren

Die Kraftstoffkosten so gering wie möglich zu halten, ist ein elementarer Bestandteil zur Optimierung der Fuhrparkkosten. Doch wie kann ich als Fuhrparkmanager diese Daten erfassen und monitoren? Manuell lassen sich Verbräuche und Kosten zwar durchaus erheben, der Zeitaufwand ist allerdings immens. Mit einer Fuhrparkmanagement-Software lässt sich der Kraftstoffverbrauch dagegen digital und in Echtzeit einsehen und analysieren und man erkennt dabei relevante Muster. Aber welche (richtigen) Schlüsse kann man aus der Analyse ziehen?

Aus physikalischer Sicht ist die Wahl der – für den jeweiligen Einsatzzweck – korrekten Reifen einer der Schlüsselfaktoren. Die Verringerung des Rollwiderstands trägt maßgeblich zu einem optimierten Kraftstoffverbrauch bei. Studien zufolge nimmt der Reifenrollwiderstand bei Nutzfahrzeugen einen besonders hohen Stellenwert ein. Er kann 30 bis 50 Prozent vom Kraftstoffverbrauch ausmachen – in Abhängigkeit von Fahrer und Streckentopologie.2 Daher gilt: Rollwiderstandsoptimierte Reifen können die Basis für eine nachhaltige Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs sein. Voraussetzung hierfür ist, dass deren Luftdruck stimmt und möglichst automatisiert überwacht wird.

Auch eine Änderung des Fahrverhaltens hat unmittelbare Auswirkungen auf die Höhe des Kraftstoffverbrauchs. Um diese Änderungen in der Praxis umzusetzen, bedarf es eines gezielten Fahrer-Trainings, in dem die Auswirkungen von unwirtschaftlichen Handlungen wie unnötigem Beschleunigen, Leerlaufzeiten oder zu scharfem Bremsen individuell aufgezeigt werden können.

Dies kann durch eine intelligente Softwarelösung im Lkw-Cockpit, die das Fahrverhalten in Echtzeit analysiert und direkte Rückmeldungen gibt, auch ohne den erhobenen Zeigefinger des Fuhrparkleiters erfolgen. Mit Warnmeldungen an den Fahrer informiert das System und kann somit „korrigierend“ unterstützen. So wird das Fahrverhalten und die Kraftstoffeffizienz fortlaufend und nachhaltig erhöht.

Bild: iStock (Smederevac)

Intelligentes Routing mit aktuellen Verkehrsinformationen nutzen

Trotz Corona-Pandemie und einer weitgehend eingeschränkten Mobilität der Bevölkerung sind vom ADAC im Jahr 2020 insgesamt 513.500 Staus mit einer Gesamtlänge von 679.000 Kilometern registriert worden. Die Folge: 256.000 Stunden Verzögerung, sprich: mehr als 29 Jahre. Im letzten Quartal stieg das Verkehrsaufkommen im Vergleich zu 2019 sogar wieder an, trotz Lockdown.3
Daher gilt für alle transportierenden Unternehmen umso mehr die Notwendigkeit, sich bei der Planung und Durchführung auf die aktuellen Verkehrsbedingungen einzustellen sowie schnell und smart Routenänderungen vorzunehmen. Denn Zeit im Stau zu verbringen, sorgt nicht nur für Verspätungen und bringt Tourenpläne durcheinander. Stress und Hektik beim Fahrer*in und in der Disposition sowie unzufriedene Kunden sind die Folge. Spezialisierte (Truck-)Navigationssoftware hilft dabei, optimale Routen für alle Fahrzeuge zu finden. Dabei können neben den Live-Verkehrsinformationen auch weitere Kriterien berücksichtigt werden, wie beispielsweise Höhe und Gewicht eines Fahrzeugs. Dies spart nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch bares Geld.

Instandsetzungs- und Wartungskosten minimieren

Darüber hinaus sind die Wartungskosten der eigenen Lkw-Flotte ein entscheidender Einflussfaktor für die Betriebskosten. Das liegt daran, dass sich aufgrund der höheren Komplexität heutiger Lastkraftwagen auch deren Wartung deutlich intensiver gestaltet. Und intensiv bedeutet in diesem Fall auch teurer. Wie also kann man die Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Lkw erhöhen, ohne die Kosten dafür ins Unermessliche steigen zu lassen?

Durch einheitliche, regelmäßige Wartungsintervalle und systemgestützte Warnmeldungen verringern Sie nachhaltig das Risiko von längeren, kostspieligeren Ausfällen.

Eine effektive Planung der Fahrzeug- und Reifenkontrollen hilft dabei, mögliche Schäden oder Mängel frühzeitig zu erkennen. Oftmals werden Warnsignale zu lange ignoriert, Schäden zu spät erkannt/gemeldet und damit das Risiko von noch kostenintensiveren Folgeschäden oder Ausfällen in Kauf genommen. Durch einheitliche, regelmäßige Wartungsintervalle und systemgestützte Warnmeldungen verringern Sie nachhaltig das Risiko von längeren, kostspieligeren Ausfällen.

Aber nicht nur das Fuhrparkmanagement, sondern auch die Fahrer*innen können mit entsprechendem Fahrverhalten dazu beitragen, besonders anfällige und schnell verschleißende Fahrzeugkomponenten zu schonen. Eine vorausschauende Fahrweise bedeutet nicht zuletzt unnötige Beschleunigungsphasen und starke Bremsvorgänge zu vermeiden.

Weitere wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Fuhrparkkosten in den Griff bekommen, erhalten Sie in unserem kostenlosen Leitfaden.

Menü